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Richard Lietz hofft auf ein Podium

Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, 8. Lauf in Shanghai/China

Richard Lietz hofft auf ein Podium

Shanghai – Auf dem Shanghai International Circuit biegt die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC am 6. November auf die Zielgerade einer für Richard Lietz sehr schwierigen Saison ein. Mit Teamkollege Michael Christensen (Dänemark) nimmt er auch das vorletzte Saisonrennen im Reich der Mitte mit dem 470 PS starken Porsche 911 RSR in Angriff. 2015 war sein Sieg in der Klasse GTE-Pro ein wichtiger Schritt zum Titelgewinn. In diesem Jahr wäre ein Podium das höchste der Gefühle.

Richard Lietz zu Shanghai
„In Shanghai wird die Konstanz ausschlaggebend sein, nicht die eine schnelle Runde. Das ist vielleicht unsere Chance. Wenn wir die optimale Abstimmung für unseren 911 RSR finden, könnten wir etwas besser aussehen als bisher in dieser Saison, in der wir uns mit unserem Vorjahreselfer gegen die neuen Autos der Konkurrenz wie erwartet schwertun. Doch das wird nicht einfach werden. Die Strecke hat eine sehr lange Gerade und einige schnelle Kurven, deshalb muss man bei der Aerodynamikeinstellung einen guten Kompromiss finden. Ein Problem ist auch, dass sich der Streckenbelag im Laufe des Rennwochenendes teilweise dramatisch verändert. Anfangs liegt da kaum Gummi, weil nicht allzu viele Rennen stattfinden, doch von Tag zu Tag nimmt der Reifenabrieb zu. Ich hoffe, dass uns die Erfahrungen weiterhelfen, die wir in den letzten Jahren in Shanghai gesammelt haben. 2015 haben wir vom fünften Startplatz aus gewonnen, weil wir viel riskiert und in der Schlussphase sehr früh von Regenreifen auf Slicks gewechselt haben. Für uns können die Bedingungen auch diesmal nicht schwierig genug sein.“

Das Rennen
Der 5,541 Kilometer lange Shanghai International Circuit wurde für die Formel 1 gebaut und 2004 eröffnet. Wegen des sumpfigen Untergrunds mussten über die gesamte Anlage verteilt rund 43.000 Pfähle in den Boden gerammt werden. Der Grand-Prix-Kurs ist eines der vielen Prestigeobjekte, mit dem das Land zu Beginn des neuen Jahrtausends der Welt sein technisches Know-how und seine Wirtschaftskraft demonstrieren wollte. Die Begeisterung der Chinesen für den Motorsport ist noch ausbaufähig, wird aber von Jahr zu Jahr größer.

Das Auto
Der 470 PS starke Porsche 911 RSR, mit dem Richard Lietz in der WEC am Start ist, ist die schnellste Rennversion der Sportwagenikone 911, des erfolgreichsten und weltweit meistverkauften Straßensportwagens. Das Siegerauto so berühmter Langstreckenklassiker wie Le Mans, Daytona und Sebring zeichnet sich durch konsequenten Leichtbau und eine ausgefeilte Aerodynamik aus.

Live im TV
Das Sechsstundenrennen auf dem Shanghai International Circuit startet am Sonntag, 6. November, um 11.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ). Eurosport überträgt ab 8.30 Uhr die letzten eineinhalb Rennstunden sowie die Siegerehrung live.

Die Serie
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet. Richard Lietz tritt mit dem Porsche 911 RSR in der stark besetzten Klasse GTE-Pro gegen Aston Martin, Ferrari und Ford an.