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Richard Lietz will in China WM-Führung übernehmen

Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, 8. Lauf, Shanghai/China

Richard Lietz will in China WM-Führung übernehmen

Shanghai – Die Entscheidung in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC rückt näher: Beim Sechsstundenrennen auf dem Shanghai International Circuit wird am 5. November die vorletzte Runde im Titelkampf eingeläutet. Richard Lietz ist in China mit seinem französischen Teamkollegen Frédéric Makowiecki im 510 PS starken Porsche 911 RSR am Start. Ihr gemeinsames Ziel: Mit einem Sieg in der am härtesten umkämpften Klasse GTE-Pro wollen sie erstmals die Führung in der GT-Fahrer-WM übernehmen und als neue Spitzenreiter zum Saisonfinale nach Bahrain fahren. Aktuell liegen sie mit nur fünf Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz.

Richard Lietz über das Rennen
„Die Rennen auf dem Shanghai International Circuit waren bisher immer interessant und hart umkämpft. Das wird diesmal nicht viel anders sein. Die Reifen werden auf dieser Strecke extrem beansprucht. So wie es aussieht, müssen wir unsere härteste Reifenmischung fahren, um überhaupt über die Runden zu kommen. Ein Schlüssel zum Erfolg wird sein, so gut es geht auf seine Reifen aufzupassen, ohne deshalb allzu viel langsamer zu sein. Nur wer da alles richtig macht, hat auf dieser anspruchsvollen Strecke eine Siegchance. Wir müssen auch eine perfekte Abstimmung für unseren 911 RSR finden und hoffen, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Ich bin sicher, wir haben ein gutes Auto für Shanghai. Für uns ist im Hinblick auf das Saisonfinale in Bahrain jeder Meisterschaftspunkt wichtig. Wir haben in diesem Jahr die Chance, Weltmeister zu werden. Dafür werden wir kämpfen.“

Das Rennen
Der 5,541 Kilometer lange Shanghai International Circuit wurde 2004 eröffnet, sorgte aber schon als Baustelle für Schlagzeilen: Wegen des sumpfigen Untergrunds mussten über die gesamte Anlage verteilt rund 43.000 Pfähle in den Boden gerammt werden. Doch um die Formel 1 nach Shanghai zu locken, war China kein Aufwand zu groß. Der Grand-Prix-Kurs ist eines der vielen Prestigeobjekte, mit dem das Land zu Beginn des neuen Jahrtausends der Welt seine Wirtschaftskraft demonstrieren wollte.

Das Auto
Der 911 RSR ist eine komplette Neuentwicklung: Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden bei Porsche Motorsport in Weissach von Grund auf neu konstruiert. Der vor die Hinterachse gerückte Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Dank des besonders großen Heckdiffusors in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel konnten das Abtriebsniveau sowie die aerodynamische Effizienz signifikant verbessert werden.

Die Zeiten
Das Rennen in Shanghai startet am Sonntag, 5. November, um 11.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ). In voller Länge ist das Rennen von 03.30 bis 10.30 Uhr als kostenloser Livestream auf www.sport1.de zu sehen, ebenso live im Pay-TV bei Motorsport.TV von 03.45 bis 10.15 Uhr. Sport 1 überträgt von 06.00 bis 08.00 Uhr live und liefert gegen 10.30 Uhr den Zieleinlauf nach. Eurosport ist von 08.30 bis 10.15 Uhr live dabei. Die in der Basisversion kostenlose FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Die Serie
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet. Richard Lietz tritt mit dem Porsche 911 RSR in der stark besetzten Klasse GTE-Pro gegen die starke Konkurrenz von Aston Martin, Ferrari und Ford an.